México - my love.

Alle guten Dinge sind drei.
Nun ist es bald drei Jahr her (Wahnsinn!!!), dass ich in Mexiko war und meinen Reisebericht habe ich immer noch nicht geschrieben. Das ärgert mich, denn es war eine wundervolle Reise und je länger man wartet desto mehr verblassen die Erinnerungen.


Daher wird es nun endlich Zeit, die Gedanken und auch die mehr als 700 Bilder zu ordnen und euch einen kleinen Einblick in ein faszinierendes Land zu geben. Was nun folgt, ist viel Text und viel Bild, aber ich hoffe mein Reisebericht bereitet euch Freude!


Bereits am Flughafen war ich hibbelig, nervös und aufgekratzt. Einfach aufgeregt und voller Vorfreude, dem kalten November zu entfliehen und endlich in die Sonne zu kommen. Nach einem ca. 10 Stunden Flug, der erstaunlich erträglich war, kamen wir in Cancun an. Es folgte noch eine Stunde Busfahrt, ehe wir das Hotel erreichten und konnten auf der Fahrt dort hin erste Eindrücke über die örtlichen Gegebenheiten, Straßenverhältnisse und Fahrstile sammeln. Gegen 18 Uhr (Ortszeit Mexiko) erreichten wir schließlich das Hotel. Müde und erschöpft, denn schließlich ist man dort 7 Stunden hinterher. Wir haben noch eine kleine Runde durch die Anlage gedreht, um gleich die wichtigsten Stationen zu kennen. Und dann war da das Meer...denn was gibt es schöneres als nach so langer Zeit endlich wieder Meer zu sehen.


Am nächsten Tag wäre dann eigentlich der erste Mietauto-Tag gewesen. Doch das Auto kam nicht und im Hotel vor Ort konnte uns leider niemand dabei helfen. Keiner wusste Bescheid und natürlich war niemand zuständig. Der Vormittag verstrich und ein Mietauto war nicht in Sicht. In mir machte sich viel Unmut breit, weil ich befürchtete, dass uns das den ganzen Urlaub versauen würde. Zumindest fanden wir mit Hilfe des Reiseleiters heraus, dass nicht weit vom Hotel eine Niederlassung der Mietauto-Firma ist, über die unser Mietauto hätte kommen sollen. Also gings am nächsten Tag mit dem Taxi in das nahe gelegene Städtchen "Playa del Carmen" zum Mietwagen-Verleih. Wir zeigten die Papiere, Mietvertrag und den Voucher (also irgendwie alles, was wir vom Reisebüro bekommen haben). Zunächst machte der Mietwagen-Mensch auch einen ziemlich reservierten Eindruck und meinte, wir hätten das Auto am Flughafen übernehmen müssen. Nach einigem Hin- und Her und Durchsicht unserer Papiere, ein wenig Tippen am PC, wurde er plötzlich dann doch ganz freundlich und es stellte sich heraus, dass der Fehler (natürlich!) nicht bei uns lag sondern bei der Firma. EIN LICHTBLICK! Wir könnten ab Mittag ein Auto bekommen. Fanden wir aber doof, da der halbe Tag schon vorbei war. Also ausgehandelt, dass wir das Auto ab dem nächsten Tag nehmen würden und dass es diesmal, wie ursprünglich mal gebucht, ans Hotel geliefert werden würde. Am nächsten Tag, warteten wir also (wieder mal) auf das Auto und endlich, schien sich etwas zu tun. Der Auto-Überbringer stand vor der Anlage - samt Mietauto. Kerl ging also zum Auto-Überbringer, um das mit dem Auto zu klären (Übernahme, Vertrag unterschreiben, den Überbringer zurückfahren). Kerl meinte auch, ich könnte hier warten, denn das würde ja ganz schnell gehen. Also blieb ich blieb zurück, mit beiden Handys, um über das WLAN noch Kartenmaterial zu laden. Da saß ich nun...ohne Ausweis, ohne Schlüssel zum Zimmer - aber dafür mit zwei Handys. Und der Kerl - kam nicht mehr wieder. Nach längerer Wartezeit wurde mir auch langsam mulmig - fremdes Land, kein Geld, keinen Pass und keine Ahnung von Spanisch. Nach etwa 3 Stunden Wartezeit (ich saß echt auf glühenden Kohlen), kam der Kerl endlich wieder! Er hat sich schlichtweg verfahren und ist etwa 2 Stunden durch das Playa-del-Carmen-Einbahnstraßen-System geirrt, ehe er zurück gefunden hat. Um den Tag und das Auto noch ein wenig zu Nutzen sind wir dann doch noch nach Tulum gefahren, um endlich mal eine Maya-Stätte zu sehen.



Tulum war klein und überschaubar, aber für einen ersten Eindruck über die Kultur der Maya's, soweit ganz interessant. An diesem Tag ist nichts spektakuläres mehr passiert. Ein Glück, mehr hätte ich wirklich nicht mehr verkraftet. Der nächste Tag startete schon recht bald für uns, denn wir wollten eine weitere Strecke zurücklegen und fuhren nach Chichén Itzá, einer großen und bekannten Maya Stätte. Wir erreichten die Stätte (die völlig überlaufen war) nach rund drei Stunden Fahrt. Um auch etwas Hintergrund Informationen zu bekommen, fanden wir schnell einen netten Touristen-Guide der gemeinsam mit uns durch die Stätte lief und uns allerhand toller Sachen erklärte. Es war wirklich ein aufschlussreicher und toller Tag, den wir dort verbracht haben. Am Abend ging es dann mit dem Auto nicht zurück, sondern die selbe Strecke weiter bis nach Merida. Natürlich war es dunkel und spät als wir in dieses kleine Städtchen ankamen und wir wussten noch nicht wo wir schlafen wollten. Wir sind also viele Runden durch das Einbahnstraßen-System gegurkt und kamen von einer unheimlichen Gegend zur nächsten. In mir machte sich mal wieder ein richtig mulmiges Gefühl breit. Doch schließlich haben wir es doch geschafft, in ein Viertel zu gelangen, das freundlicher aussah und in welchem sich auch einige kleine Hotels befanden. Wir haben uns dann auch recht schnell für eines entschieden, in welchem wir eine Nacht verbringen wollten. Da wir beide aufgeregt und hungrig waren, sind wir, nachdem wir das Zimmer bezogen haben, noch eine Runde nach draußen gegangen, um die Gegend ein wenig zu erkunden. Aus dem Reiseführer versuchte ich ein passendes Lokal für uns auszuwählen und es auf der Karte zu finden. Wir müssen wohl ziemlich verloren ausgesehen haben, denn keine zwei Minuten später wurden wir auch schon angequatscht. Ich - reserviert, leicht ängstlich - hielt meine Tasche fest, aus Angst wir könnten gleich ausgeraubt werden - doch nichts da. Es war ein freundlicher Mann, der an der nahe gelegenen Universität als Professor tätig ist. Er plauderte freundlich, erzählte uns viel über Merida und empfahl uns ein Lokal, zu dem er uns obendrein hinbegleitete. Wir haben gut gespeist und sind danach erschöpft ins Bett gefallen.


Am nächsten Morgen haben wir Merida erkundet und haben super lecker gefrühstückt. In Merida haben wir auch Bekanntschaft mit der unendlichen Freundlichkeit der Mexikaner gemacht. Kaum zwei Minuten ratlos in der Gegen gestanden, wurden wir immer wieder aufs Neue von freundlichen Menschen gefunden, die uns versucht haben zu helfen. Im Anschluss an die Stadterkundung sind wir weiter gefahren, um die nahe gelegene Maya Stätte Uxmal (die dritte auf unserer Liste) zu erkunden. Diese war die Schönste auf unserer Reise. Deutlich naturbelassener, viel viel weniger Touristen, als bei den anderen beiden. Einfach wundervoll inmitten des mexikanischen Dschungels. Es herrschte Ruhe und wir konnten sogar eine Treppe zu einer Stätte hochsteigen. Von dort oben hatte man einen traumhaften Blick. Denn man sah weit und breit nur Bäume. Wahnsinn! Als wir durch waren, ging es eine ziemlich weite Strecke zurück. Um Geld zu sparen, dachten wir wir könnten die "Landstraße" statt der Autobahn benutzen. Tja, auch das war nicht unsere glorreichste Idee - ich fand es unheimlich. Wir fuhren durch viel kleine und arme Ortschaften, in welchen die Kinder am Straßenrand saßen unn uns mit großen Augen angeschaut haben. Außerdem überall Brems-Schwellen, bei welchen man auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen musste. Auf der Hälfte der Strecke haben wir versucht den Weg zurück zur Autobahn zu finden. Ein schwieriges Unterfangen, bei dem ich einmal fast falsch rum in eine Einbahnstraße abgebogen wäre. Die mir entgegenkommende Polizei hat mir aber dann auch nur den Vogel gezeigt. Puh, Glück gehabt! Als wir nach einer endlos langen Fahrt ENDLICH wieder in der sicheren Anlage waren, war ich wirklich sehr froh. Der Ausflug mit dem Auto war wirklich toll und auch sehr interessant, aber gleichzeitig auch unglaublich Nerven aufreibend.



Am nächsten Tag gaben wir dann das Auto wieder zurück und gönnt uns ein paar Tage Auszeit am Strand. Leider hat es verhältnismäßig oft geregnet, was meine Strandfreude ein wenig trübte. Aber auch der nächste SCHOCK-Moment war nicht weit. Wir buchten einen Schnorchel-Ausflug nach Cozumel und den wollte ich bei der Schnorchelschule, die sich an unserem Strandabschnitt befand mit meiner Kreditkarte bezahlen. Irgendwie klappte das nicht und ich habe mir nicht allzu viel dabei gedacht. Da allerdings der Schnorchelschulen-Mann meinte ich soll lieber mal beim Kreditkarteninstitut anrufen und fragen was los ist, habe ich das getan. Nach einigen Minuten in der Warteschleife hat sich herausgestellt, dass meine Karte gesperrt ist. Weitere Auskunft bekam ich leider nicht, denn es hieß ich solle mich mit meiner Bank in Verbindung setzen. Am nächsten Tag wollte ich das auch tun, allerdings ist mir mein Papa und meine Bank, mit zahlreichen Anrufen und SMS zu vor gekommen. Große Panik, denn es wurden verschiedene auffällige Abbuchung getätigt, weswegen die Karte gesperrt wurde. Nach einem klärenden Gespräch wurde aber alles geklärt und zum Glück wurden, das Geld welches durch jemand fremdes abgebucht wurde, zurückerstattet. PUH. Den Schnorchel-Ausflug nach Cozumel haben wir dann trotzdem noch unternommen und hatten dort eine wunderschöne Zeit.


Leider geht jede schöne Zeit einmal zu Ende und so ging es schweren Herzens am Ende der zwei Wochen zurück ins kalte Deutschland.

Abschließend kann ich sagen, Mexiko war eines meiner bisher schönsten Reiseziele. Wir haben wirklich viel erfahren, viele Eindrücke gesammelt und einfach eine herrliche, aufregende und manchmal auch nervenaufreibende Zeit erlebt. Trotz der vielen merkwürdigen Sachen, die uns dabei passiert sind, möchte ich unbedingt mal wieder hin und kann es wirklich nur jedem ans Herz legen, einmal in seinem Leben nach Mexiko zu fliegen.



Wart ihr schon einmal in Mexiko?
Wenn nein, könntet ihr euch vorstellen einmal dieses Land zu besuchen?


Kommentare:

  1. ein toller bericht! das mit den ganzen einbahnstraßen würd mich glaub ich auch verrückt machen :D und auch schöne bilder :)
    und zu deinem kommentar bei mir: vielleicht gibt es ja bald noch ton zu meinen bildern :p muss nur mal zum schneiden etc lust und zeit haben :D

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    1. Also dieses Einbahnstraßen System fand ich auch total verwirrend. Liegt vermutlich daran, dass man das so aus Deutschland / Europa eigentlich nicht gewöhnt ist :)
      Ton finde ich gut, bin gespannt! :) <3

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  2. für solche länder braucht man schon ein bisschen bessere nerven, da läuft nicht alles so geregelt ab, wie wir das eigentlich gewohnt sind :) schön, dass du den reisebericht noch nachgeholt hast, hört sich alles wirklich abenteuerlich an und die eindrücke von mexiko sind wundervoll!

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    1. Hihi, ja das hast du recht. Aber meistens lohnt es sich ja, wenn man durchhält.
      <3 Es war auf jeden Fall ein abenteuerlicher Traumurlaub

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    2. haha, da hast du wohl recht :) und im nachhinein sind solche grenzerfahrungen, selbst im negativen, doch irgendwie etwas besonderes.

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  3. Ich fürchte, ich muss Mexiko jetzt auch auf meine Bucket-List setzen! Hach, sieht wirklich traumhaft aus, bis auf den Regen und die Probleme mit der Kreditkarte (hatte ein Kunde von meiner Bank auch mal, war sehr nervenaufreibend für uns als Mitarbeiter und für ihn als Kunden) hätte ich diese Reise wohl auch gerne ;)

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    1. JAA, mach das unbedingt!!
      Das mit dem Regen lag ggf auch daran, dass wir im November dort war (Ende Regenzeit). UND, an der anderen Küstenseite (Merida) war es immer sonnig schön. :)
      Würde das ganze also nächstes Mal für mich auch anders planen, um mehr Sonne ab zubekommen.
      Ich muss sagen, meine Bank hat das eigentlich alles ziemlich cool gelöst und somit war es für mich dann bis auf den anfänglich Schock gar nicht mehr so schlimm <3 So ein Glück!
      <3

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  4. Na da haben wir ja jetzt laaaange warten müssen ;-) Ein schöner, ausführlicher Bericht mit super Bildern! Vor allem die Palme hat sich in mein Hirn gebohrt!! Traumhaft schön!
    Und irgendwie gehören ein paar kleine Hindernisse ja auch dazu. Später kann man schmunzeln und es bleibt was hängen. Das macht so einen Urlaub einfach rundum perfekt! ;-) Pauschal auf "Malle" kann jeder...

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    1. Na da hast du vollkommen Recht - Mexiko wird mir immer im Kopf bleiben. Und insgesamt immer wieder lustig, einige dieser Anekdoten zu erzählen :)

      Ach was würde ich geben, jetzt ins Flugzeug zu steigen und zurück zur Palme zu fliegen :)

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  5. Euer Urlaub und Mexico allgemein klingt toll, da will ich auch unbedingt mal hin! Und so toll Bilder <3

    Liebste Grüße :)

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    1. Dankeschön :) <3 Ich hoffe sehr für dich, dass du mal dort hin kommst. Aber bei dir steht ja jetzt auch eine wundervolle Reise vor der Tür *_____*

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  6. Bisher habe ich es noch nicht nach Mexico geschafft, aber dein Reisebericht und vor allem deine Bilder machen wahnsinnig Lust!!! Eine gute Freundin von mir war auch vor 1 oder 2 Jahren für 2 Wochen dort und war total begeistert. Muss ich wohl auf meine Reiseliste schreiben ;)
    Liebe Grüße
    Karina

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    1. Schreib's auf jeden Fall auf liebe Karina. Es ist wirklich ein wunderschönes Land (zumindest die Ecke in der ich war!)

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