Projekt 52_08: Verloren

Als letztes Thema für den Februar beim Fotoprojekt von Sari bleibt mir noch "Verloren".
Immer wieder vor mir hergeschoben, viele Ideen und mögliche Umsetzungen im Kopf gehabt und am späten Sonntag Nachmittag eine Menge Fotos geschossen (ca. 100 Fotos mit verschiedenen Ideen).
Meine Entscheidung fiel schlussendlich auf dieses Bild:


Mancher findet sein Herz nicht eher, als bis er seinen Kopf verliert.
Friedrich Nietzsche

Etwas zu verlieren ist nie schön, doch sich selbst verloren zu fühlen, zählt wohl zu den schlimmsten Gefühlen, die einen ereilen können.

Ja, ich fühle mich zu Weilen oft verloren, verloren in einer Welt in die ich nicht gehöre und nur der harte Boden der Realität es schafft, mich von diesen Gedanken weg zu holen.
Verloren, weil ich manchmal nicht mehr weiß, wer ich bin und wo ich hingehöre.
Verloren, weil ich manchmal nicht mehr weiß, was richtig und was falsch ist.
Verloren, weil ich vergessen habe, wo mich mein Leben hinführen soll.
Verloren, weil ich mich im Irrgarten meiner eigenen Gedanken verlaufen habe und im Kreis drehe.
Verloren, weil ich manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.

Vielleicht muss man manchmal aufhören verzweifelt zu suchen, um einen Ausweg zu finden.
Vielleicht muss man Gedanken manchmal ruhen lassen.
Vielleicht braucht man manchmal eine andere Person, die einem bei der Suche hilft.
Vielleicht muss man im Wald mit lauter Bäumen auch einfach mal Rast machen.

Und vielleicht ist es auch nicht schlimm, wenn man sich manchmal selbst verliert, denn schließlich bietet uns das die Möglichkeit, uns immer wieder selbst neu zu (er)finden.

Wie gefällt euch meine Umsetzung? 
Fühlt ihr euch auch manchmal verloren?
Was macht ihr gegen dieses Gefühl?



Kommentare:

  1. Ich finde dein Foto und auch den Text ziemlich gut. :) Vor allem das mit dem rot im Foto gefällt mir super gut!!

    Ich fühle mich auch oft verloren und weiß nicht, ob alles so richtig und gut ist. Aber Ich glaube das ist vollkommen normal und im Großen und Ganzen viel besser, als wenn man sich KEINE Gedanken gemacht und davon gibt es auch genug Leute, die das so machen und ohne sich Gedanken zu machen Tag für Tag leben und nicht an Morgen denken. DA ist es mir doch lieber, ab und zu auch zu (ver-) zweifeln und sich zu fragen, ob alles so gut ist, wo man hin will und hin gehört. Und am Ende des Tages wird alles gut. <3

    Du bist toll :)

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  2. Deine Umsetzung ist wirklich schön. Schön-traurig und sehr nachfühlbar. :)

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  3. Wunderbar umgesetzt und ich kann Dir gut nachfühlen!

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Ich freue mich über eure Kommentare, Gedanken, Grübeleien, Anstöße, Irrungen und Wirrungen sowie über Lob und konstruktive Kritik. Von Herzen DANKE fürs Lesen und die Zeit die ihr euch für ein paar Worte an mich nehmt.

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