Projekt Haus - erste Planungen, erste Entscheidungen

Parallel zu der sehr schweißtreibenden Arbeit den ganzen Sommer über, von der ich euch im letzten "Projekt Haus"-Beitrag erzählt habe, mussten natürlich die erste Dinge geplant und entschieden werden.

Da die Wasserleitungen komplett erneuert wurden, wurden wir dazu "gezwungen" uns Gedanken über Badezimmer und Küche zu machen und an welchen Stellen die neuen Wasseranschlüsse benötigt werden. Ich empfand das zunächst als restlos verfrüht, kann aber jetzt im Nachhinein einsehen, warum das sinnvoll ist. :)
Sowohl das Thema Badezimmerplanung als auch das Thema Küchenplanung, war für uns Neuland. Deshalb wurden Profis ins Boot geholt und Planungstermine vereinbart.

Bereits Anfang Mai verbrachten wir einen Tag zwischen Badewannen, Waschbecken, Toiletten und Brauseköpfen. Da unser Badezimmer trotz der Erweiterung verhältnismäßig klein ist, musste eine intelligente Lösung her. Denn verzichten wollte ich weder auf Badewanne noch auf das Doppel-Waschbecken. Gemeinsam mit der Badezimmer-Plane-Frau wurde getüftelt und überlegt, bis wir schließlich die optimale Verteilung fanden.

Doch wer glaubt das war es schon, der täuscht sich.

Der schwierigere Teil folgte im Anschluss daran. Entscheidungen über Entscheidungen!
Zum Glück stellte sich dabei schnell heraus, dass der Kerl und ich wunderbar kompatibel sind. Wir tigerten durch die Ausstellung, saßen Probe in der Wanne und auf der Toilette, fanden die wunderschönsten Waschbecken und entschieden uns für Wasserhähne und Duschköpfe. Nach guten 2 Stunden war Badezimmer und Gästetoilette fertig ausgesucht.

Zwei Wochen später folgte der Küchenplanungstermin, der ähnlich nervenaufreibend war, wie die Planung des Badezimmers :) Im Vorfeld haben wir verschiedene Ausstellungen besucht und den finanziellen Rahmen grob abgesteckt.
Auch hier wurde zunächst auf einem Blatt Papier getüftelt, wie der vorhandene Raum bestmöglich ausgenutzt werden kann, welche Schrankkombinationen möglich sind und an welchen Stellen die Elektrogeräte sein sollen. Als das grobe Konzept feststand, wurde dies nach und nach am Computer umgesetzt. Wir entschieden uns für die Farbe der Fronten und der Arbeitsplatte, wählten Herdplatten, Ofen und Waschbecken aus. Stück für Stück entstand unsere Küche. Ich war fasziniert davon, was man alles aussuchen kann und überließ mehr als einmal dem Kerl die Entscheidung. Schließlich ist er von uns beiden der Koch. ;) Nach über 3 Stunden waren alle Hürden bezwungen und ich unterschrieb den Kaufvertrag für unsere neue Küche. <3

Somit fiel mit diesen Entscheidungen auch der Startschuss für die neuen Wasserleitungen. Diese wurden flink verlegt und an unsere Planungen angepasst. Im Zuge der Installationen sagten wir zwischen Tür und Angel "JA!" zu einer Solaranlage, die bereits zwei Tage später auf dem Dach war.

Es waren aufregende Wochen, denn innerhalb kürzester Zeit haben wir für zwei wichtige Räume das Aussehen festgelegt. Während im Haus noch Rohbau herrschte, erhielten wir bei den Planungstermine bereits erste Einblicke, wie es später mal werden wird. Der 3D-Ansicht sei dank!  :)
Fazit:
1. Es erscheint mir mittlerweile unumgänglich diese Dinge zeitig festzulegen.
2. Nehmt die Hilfe eines Profis in Anspruch. Die Erfahrung dieser Person ist goldwert.
3. Wenn jemand behauptet, etwas kann nur dort hin, wo es früher auch schon einmal war, dann ist das (meist) gelogen. Man hat mehr Freiheiten als man denkt! :) (Natürlich macht nicht alles Sinn, aber wenn ihr die Toilette in das linke statt das rechte Eck mögt, dann ist dies ein lösbares Problem.)

Wie geht es euch mit Entscheidungen? Kurz und schmerzlos oder langer Leidensweg?
Hat euch schon einmal jemand gesagt, dass etwas nicht geht 
und ihr habt doch eine Lösung gefunden?
Was wäre euch in einem Badezimmer wichtig und auf was legt ihr in einer Küche wert?
Wart ihr schon einmal in der Lage, solche Entscheidungen zu treffen?
Probesitzen auf der Toilette - Ja oder Nein? :)




Kommentare:

  1. Eieiei, das wär einfach nichts für mich... ;-) Mir fehlt da absolut die Geduld, die Nerven... Ich beneide Euch um diesen Tatendrang. Das Ziel vor Augen und ganz viel Kampf dafür. Ich bin einfach der Mietwohnungs-Typ. Allerdings hab ich da schon Vorstellungen. Gerade fühl ich mich sauwohl. Auch aufgrund der Tatsache, dass ich zur Not innerhalb von 48h meine Sachen gepackt hätte und bereit wär für nen Umzug ;-))

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    1. Na also das Problem mit der Geduld haben wir auch sehr oft. Manches kann einfach nicht schnell genug gehen :)
      Für mich war eigentlich schon immer klar, dass ich gerne in ein Haus ziehen möchte :) Aber ich verstehe selbstverständlich auch, dass es Mietwohnungs-Menschen gibt und auch das hat durchaus seinen Reiz :)

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  2. ich finde das echt so toll, wie ihr das alles hinbekommen habt und wie ihr euch da auch ergänzt habt und überhaupt alles. bin schon so gespannt wie es aussehen wird und hoffe, dass ich es bald einmal auch live zu gesicht bekomme :)

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    1. Hihi, ich freue mich auch auf einen Live-Besichtigungstermin mit euch wenn dann mal alles fertig ist *_*

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  3. Irgendwie kommt mir das alles verdammt bekannt vor. Wir haben auch ein altes Haus übernommen, das nun rundumerneuert werden soll. Da kommt man wirklich vom 100stel ins 1000stel.

    Bei den Heizungsleuten hatten wir das, dass jeder was Anderes gesagt hat und wir am Ende total wirr waren, jetzt heißt es abwarten, was daraus wird. Um Badezimmer und Küche mussten wir uns auch "schon" Gedanken machen, auch weil die Wasserleitungen teilweise erneuert wurden, was eigentlich gar nicht so früh auf dem Plan stand. Diese Woche werden auch schon erste Badmöbel geliefert, obwohl der Rohbau vom Bad noch nichtmal fertig ist ... bei uns ist es definitiv chaotischer als bei euch :(
    (und wir wohnen in dem Haus!)

    P.S. Ich durfte nicht probesitzen auf den Toiletten, da die in der Ausstellung nicht fest montiert waren. Aber probeliegen in der Wanne ;)

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